smart Roadster

So sieht er aus:

Patricks Roadster zwei Tage nach der Übernahme

Dieser smart Roadster wurde im Juni 2003 zugelassen und diente in der Mercedes-Benz-Niederlassung Frankfurt am Main als Mobilitätsfahrzeug. Übernommen habe ich ihn am 16. Oktober 2003 mit einem Kilometerstand von 5720 km. Zu der Grundausstattung gehörte:

Neupreis: € 23 500,–. Mit dem für Mercedes-Benz-Mitarbeiter gewährten Rabatt auf Gebrauchtfahrzeuge und dem Nutzungsabschlag erhielt ich einen Gesamtnachlass von € 2 500,– (fast 11 %), doch bedeuten € 21 000,– immer noch sehr viel Geld für ein Fahrzeug mit nur zwei Sitzen und wenig Stauraum! Diese Investition bedaure ich jedoch nicht, denn der smart Roadster ist Fahrspaß pur! Vor allem auf kurvigen Landstraßen ist der geborene »Kurvenfresser« voll in seinem Element!

Und so sieht er heute aus:

Einige Monate später, mit Brabus-Fahrwerk, -Sportauspuff und -Felgen

Ende 2003 brachte die Tuning-Firma Brabus, die schon seit dem smart 42 (lesen: for two) als offiziellen »smart-Tuner« fungiert, eine Sonderedition des smart Roadsters heraus: den smart Roadster Blue Wave. Der ausschließlich in der Farbe »star blue« produzierte Blue Wave unterschied sich lediglich durch optische Veränderungen vom Original: Sportfahrwerk, Sportauspuff und ansprechende Felgen mit breiteren Reifen auf der Hinterachse, dezente Front- und Heckspoiler sowie Seitenschweller gaben dem smart Roadster einen noch sportlicheren Look. Eine stärkere Motorisierung folgte im Jahr darauf, als der »richtige« smart Roadster Brabus, dann nur in den Farben »jack black« und »speed silver« erhältlich, herauskam.

Durch meine aktive Teilnahme im Forum des ^smart-Roadster-Clubs habe ich Menschen kennen gelernt, welche dieselbe Begeisterung für dieses Fahrzeug teilen. Regelmäßig finden Treffen und gemeinsame Ausfahrten statt, bei welchen Erfahrungen und Erlebnisse, Fahr- und Tuningberichte ausgetauscht werden. Wer glaubt, an solchen Treffen nehmen nur Männer teil, ist im Irrtum: Nicht nur, dass die ebenso begeisterten Ehefrauen oder Freundinnen gerne dabei sind, sondern die Anzahl roadsterfahrender Frauen wächst stetig!

Nach und nach nahm auch ich einige Veränderungen an meinem Roadster vor: Zunächst wurde der kaum sichtbare Originalauspuff durch den sportlich röhrende »Brabus-Pott« ausgetaucht. Der mittig eingebaute Auspuff mit dem verchromten °Doppelrohr, das eine andere Heckblende erfordert, verleiht dem »Roadsterpopo« ein knackigeres Aussehen!

Später wurde die Stoffbekleidung des Armaturenbretts und des Beifahrer-Airbags gegen belederte Teile ausgetaucht, kurze Zeit danach widerfuhren den Türverkleidungen dasselbe Schicksal. Ein Brabus-Sportfahrwerk (Feder und Dämpfer, ca. 3cm tiefer) kam 2005 hinzu - zusammen mit Pedalauflagen derselben Firma. Die silbernen °Akzentteile wurden einem Clubmitglied verkauft, um Platz für solche aus Carbon aus der Blue Wave-Edition zu machen. Schließlich griff ich zu, als ein weiteres Clubmitglied die Kompletträder seines smart Roadster Brabus (siehe zweites Bild) für weniger als die Hälfte des Neupreises anbot.

Die (vorerst?) letzte Akquisition – von der ich bedaure, sie nicht viel früher getätigt zu haben – ist ein Brabus-Lenkrad (32 cm Durchmesser): Nie lag ein Lenkrad so gut in der Hand – was den smart Roadster, der sich ohnehin durch ein sehr direktes und präzises Lenkverhalten auszeichnet, zum richtigen »Kurvenjäger« macht!

Den smart Roadster gibt es auch als smart Roadster Coupé: Das °Coupé bietet dank seiner Glaskuppel mit Heckklappe etwas mehr Kofferraumvolumen. Da jedoch diese Version des Fahrzeuges erst während der Entwicklungsphase des kleinen Flitzers sozusagen »nachgeschoben« wurde, nehmen einige Clubmitglieder die Coupé-Besitzer gerne mit Ausdrücken wie »Du leidest jetzt schon unterm Treibhauseffekt« oder »Schneewittchensarg« auf den Arm.

^^^

Wie es dazu kam

Zwar war mir »smart« auch als Markennamen nicht gänzlich unbekannt, nicht zuletzt deshalb, weil dieser Fahrzeughersteller zur DaimlerChrysler AG gehört, aber von einem smart Roadster hatte ich noch nie gehört oder gelesen, geschweige denn einen gesehen, bis Mitte 2003 die Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt vier Exemplare bestellte, um sie als Ersatzfahrzeuge anzubieten. Von »Liebe auf den ersten Blick« vermag ich zwar nicht zu sprechen, daher sage ich nur, dass mir das Fahrzeug auf Anhieb gefallen hat! Von diesem Augenblick an habe ich keine Ruhe gelassen, endlich einen dieser vier Flitzer Probe zu fahren. Ende August 2003 schnappte ich mir die hübsche Ina, die gerade nichts anderes zu tun hatte, und gemeinsam fuhren wir im geliehenen °smart Roadster Coupé zum Feldberg hinauf. Schon in der ersten Kurve fiel mir die direkte Lenkung auf, jede weitere wurde mit immer mehr Schwung genommen – der Roadster klebte am Asphalt wie ein Go-Kart.

Kennen Sie das? Das »muss-ich-haben-Gefühl«? So erging es mir seit diesem Tag! Und während dies mit Ina nur beinahe geklappt hätte, wurde es beim Roadster nur eine Frage der Zeit: Die Mobilitätsfahrzeuge durften vor Ablauf einer Mindestlaufzeit von vier Monaten nicht veräußert werden. Den smart Roadster konnte ich also erst im Oktober 2003 mein Eigen nennen – dafür wurde er an meinem Geburtstag auf meinen Namen zugelassen!

^^^

Der kürzeste Weg ist unmoralisch

Dieser Slogan, den smart auf Werbebroschüren für den smart Roadster druckte, beschreibt zutreffend wie jemand sich fühlt, der ein solches Fahrzeug fährt. Nicht selten berichten Roadster-Fahrer und Fahrerinnen, wie sie nach Feierabend erst nach einem längeren Umweg nach Hause kommen. Faltdach auf, Dachholme in den Kofferraum gelegt - und ab auf Kurvenjagd!

Seitdem ich einen smart Roadster fahre, vermeide ich, wenn meine Zeit es zulässt, Schnellstraßen und Autobahnen – und spare in meiner französischen Heimat viel Geld an Gebühren! Die Urlaubsroute begutachte ich vorher im Straßenatlas und suche nur Straßen nach der Devise »der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist eine Kurve« heraus! Willkommener Nebeneffekt: Ich durchfahre Landschaften, die es entlang der Autobahn nur selten zu sehen sind.

^^^

Angesteckt?

Dann jetzt einsteigen! Nein, nicht in meinen Roadster, es sei denn, Sie sind weiblich, ledig, jung (und hübsch) und zudem gelenkig: Das Ein- und Austeigen ist etwas gewöhnungsbedürftig! Zugreifen ist gemeint: zwar wurden Ende 2005 und Anfang 2006 die letzten smart Roadster mit bis zu 45 % Rabatt regelrecht »verhökert«, doch jetzt steigen am Gebrauchtwagenmarkt wieder die Preise! Das Fahrzeug wird seit Ende 2005 nicht mehr gebaut, so dass die Möglichkeit, auf lange Sicht eine Art Unikat zu fahren, gegeben ist!

Verwandte Links

^^^

« Sitemap